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News zum Projekt

Vorstellung des Projekts "Beruf und Pflege: ESA-Mentorship" beim BMAS

"Wir haben Sie eingeladen, damit auch die Entscheider einen tieferen Einblick in die Projekte erhalten, über die sie im Rahmen des Antragsverfahrens…

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ESA-Mentorship: Besuch von Tagungen in Essen und Berlin zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Im Rahmen ihrer regionalen und bundesweiten Netzwerkarbeit nahmen Thomas Oelschläger und Andreas Schulte-Hemming an zwei Tagungen teil.

Auf dem…

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Kickoff des Projekts ESA-Mentorship

Zu einem ersten Projektteamtermin des Projekts „Beruf und Pflege: Mentorship zur Vereinbarkeit von Interessen und Bedarfen von Unternehmen sowie…

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ESA-Mentorship - Beruf und Pflege: Mentorship zur Vereinbarkeit von Interessen und Bedarfen von Unternehmen sowie erwerbstätig sorgenden Angehörigen

Situations- und Problembeschreibung:

Erwerbstätig sorgende Angehörige sind aufgrund ihrer Doppelrolle häufig mit psychischen, physischen und sozialen Belastungen ausgesetzt, die sich negativ auf ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit auswirken. Mit dem demografischen Wandel steigt auch in den Betrieben die Zahl der Beschäftigten, die sorgende Angehörige sind bzw. Zuhause eine pflegebedürftige Person haben. Die Dunkelziffer von sorgenden Angehörigen, die auch berufstätig sind, ist generell groß, denn diese Beschäftigten sind nicht auf den ersten Blick sichtbar sind bzw. zeigen sich nicht, zudem befördern häufig klassische Rollenverständnisse und Tabuisierung von Problemen die zurückhaltende Haltung der Beschäftigten, gerade in männerdominierten Betrieben. Längst nicht alle Unternehmen sind sich der Tragweite dieser Entwicklung bewusst und sind in der Lage, ihre Beschäftigten in der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu unterstützen und so zum Erhalt der individuellen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit und zur betrieblichen Arbeitskräftesicherung beizutragen da sie unter hohem Druck arbeiten und auf wenig innerbetriebliche Personalmanagementressourcen zurückgreifen können. Das gilt insbesondere für kleine Unternehmen Dabei hat das Thema „erwerbstätig sorgende Angehörige“ für die Betriebe in der Modellregion Westmünsterland/Kreis Borken eine zentrale Bedeutung: Sie ist eine der innovationsstärksten Industrie-Regionen in NRW. Sie sind dabei auf Fachkräfte angewiesen, die sie entweder binden (Erhalt der Arbeitsfähigkeit) bzw. neu gewinnen müssen.

Zielgruppe und Ziel/ Auftrag:

Das Innovationsprojekt verfolgt einen betrieblichen und regionalen sozialpartnerschaftlichen Ansatz, der sich in der Bearbeitung der Herausforderung der Vereinbarkeit von Beruf u. Pflege und bei der Entwicklung, Verankerung von nachhaltigen Transferlösungen niederschlägt: Auf der betrieblichen Ebene werden Führungskräfte wie Beschäftigte und Betriebsräte, sofern vorhanden, in die einzelnen Meilensteine partizipativ einbezogen. Neben der Klärung der Bedarfe/Interessen werden diese einer betriebsspezifischen Lösung zugeführt, die sich in Strukturen, Verantwortlichkeiten und konkreten Maßnahmen niederschlagen. Auf regionaler Ebene des Projektgeschehens sind die Sozialpartner durch die KHW Borken, WFG Kreis Borken und der IG-Metall NRW vertreten. Diese werden aktiv insbesondere in die Konzeptionierung und Verstetigung eines Ansatzes einbezogen, der Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf finden soll. Die jeweiligen Sozialpartner sind in allen Meilensteinen und Transferaktivitäten eingebunden.

Inhalt:

Das Vorhaben verfolgt einen multiperspektivischen Ansatz und nutzt ein Mentorship-Modell, um gemeinsam Lösungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Das Ziel ist es, betriebliche Vereinbarungen zu treffen, die es Arbeitnehmern ermöglichen, Beruf und Pflege besser zu vereinbaren. Erfahrene Unternehmen (Mentoren) werden mit unerfahrenen Unternehmen (Mentees) zusammengeführt, um den Wissenstransfer zu fördern. Die Bedarfe und Herausforderungen von Arbeitnehmern in den Betrieben werden eruiert und fokussiert, um die notwendigen Voraussetzungen für die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu identifizieren. Das Projekt bezieht sich auf betriebliche, regionale und übergeordnete Ebenen. Die Auswertung basiert auf einer qualitativen Inhaltsanalyse und dokumentierenden Methoden unter partizipativer Einbindung aller beteiligten Interessengruppen. Die begleitenden Organe des Projekts tragen durch Feedback und verschiedene Blickwinkel zur Entwicklung eines neuen Konzepts bei. Das Projekt folgt einem chronologischen Erkenntnisinteresse: erheben, verstehen, Stellschrauben erkennen und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten in einem sozialpartnerschaftlichen Ansatz entwickeln.

Beteiligte:

HeurekaNet - Freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V. - http://www.heurekanet.de

Projektteam: Andeas Schulte-Hemming, Thomas Oelschläger, Stefanie Ehling

Zeitraum:

04/2023 - 03/2026

Durchführungsort:

Kreis Borken (Westmünsterland), Deutschland

Förderung:

ESF-Bundesprogramm "Wandel der Arbeit sozialpartnerschaftlich gestalten: weiterbilden und Gleichstellung fördern“

Ansprechpartner