„1918/2018“ - Der erste Weltkrieg und sein Erbe

Situations- und Problembeschreibung:
Jugendliche leben in Europa heute in einer Zeit des politischen Umbruchs, der häufig nicht als solcher wahrgenommen wird – der aber durchaus demokratiegefährdend wirken kann und gleichzeitig in sozialen Netzwerken bereits Wirkung gezeigt hat. Nationalistische Haltungen eines „America first“ finden sich auch in EU-Ländern wie Polen, Tschechien oder in nationalistischen Parteien in Frankreich, den Niederlanden und auch Deutschland wieder. Demokratische Selbstverständlichkeiten der Meinungs- Presse-, Versammlungs- und Religionsfreiheit sowie die Gleichstellung von Mann und Frau werden im Rahmen nationalistischer Haltungen, die häufig mit einem am Autoritarismus orientierten politischen Denken einhergehen, in Frage gestellt. 
 
Zielgruppe und Ziel/ Auftrag: 
Adressaten des Projekts sind Jugendliche im Alter zwischen 14 und 19 Jahren aus Bergisch-Gladbach, darunter deutsche Jugendliche mit und ohne Migrationsgeschichte sowie junge Asylbewerber/-innen und Geflüchtete mit Bleibeperspektive. Das Projekt soll diese Jugendlichen befähigen, vor dem Hintergrund der Entstehung des Ersten Weltkrieges die Folgen von Nationalismus besser zu verstehen und einen kritischen Blick auf einen demokratiefeindlichen Nationalismus in seiner heutigen Ausprägung nicht nur in Europa zu schärfen. Es geht auch um die Beantwortung der Frage, welchen Beitrag junge Menschen in ihrer Lebenswelt leisten können, um autoritären Bestrebungen und Haltungen entgegen zu wirken und sich für Demokratie, Menschenrechte und ein friedfertiges Miteinander einzusetzen. 

Inhalt: 
In einem ersten Schritt haben die Jugendlichen die Gelegenheit, sich in einem Workshop dem Thema anzunähern und sich mit der Entstehung der Nationalstaaten und den Ereignissen und Ursachen, die zum ersten Weltkrieg und dann zum späteren Aufstieg der Nationalsozialisten und zum zweiten Weltkrieg führten, auseinander zu setzen. Die Jugendlichen können eine Vorstellung gewinnen, wie sich eine Gesellschaft und der Alltag der Jugendlichen verändern könnten, wenn nationalistische Haltungen und Forderungen in ihrem Umfeld Realität würden. Dieser erste Eindruck wird in einem zweiten Schritt durch eine Gedenkstättenfahrt zu zentralen deutschen (Langemarck) und britischen (Tyne Cot Cemetery) Kriegsgräberstätten des Ersten Weltkriegs in Ypern (mit entsprechender Vor- und Nachbereitung vertieft. Auf Basis der Schritte 1 und 2 erarbeiten die Jugendlichen dann in wöchentlich stattfindenden Schauspiel- und Musikworkshops ohne Vorgabe eines festgelegten Drehbuchs und unter Anleitung eines erfahrenen Regisseurs und eines erfahrenen Musikers eigene Theaterszenen, schreiben und produzieren Musiktitel, die Situationen und Erlebnisse widerspiegeln, die sie berührt und beschäftigt haben. Durch die Textarbeit nähern sich die Jugendlichen dem Thema, sie tauschen sich aus und versuchen, das Gelernte und Erlebte in Worte zu fassen. Die Ergebnisse aus den künstlerischen Workshops werden gegen Ende des Projekts zu einem Musiktheaterstück zusammengeführt, das vor Freunden, Familien u.a. öffentlich aufgeführt wird. 

Beteiligte:
Akademie der Kulturellen Bildung des Bundes und des Landes NRW
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. Landesverband Nordrhein-Westfalen  
Stadt Bergisch-Gladbach, Fachbereich Jugend und Soziales
Q1 Jugendkulturzentrum

Zeitraum:
2018-2019

Durchführungsort:
Bergisch-Gladbach

Förderung: 
Landschaftsverband Westfalen-Lippe
 
Ansprechpartner:
Dirk Schubert   

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Projektmaterialien:

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