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News zum Projekt

Ideenaufruf der FH Münster: Projekt zum epA-Mentorship im Handwerk startet

Die FH Münster hatte im Februar 2022 im Rahmen der Bund-Länder-Initiative "Innovative Hochschule" dazu aufgerufen, Projektideen für…

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ePA-Mentorship -- Erwerbstätige pflegende Angehörige im Fokus partnerschaftlichen Wissenstransfers von Unternehmen im Handwerk

Situations- und Problembeschreibung:

Erwerbstätig pflegende Angehörige (im Folgenden: epA) sind aufgrund ihrer Doppelrolle häufig mit psychischen, physischen und sozialen Belastungen ausgesetzt, die sich negativ auf ihre Gesundheit und Arbeitsfähigkeit auswirken. Mit dem demografischen Wandel steigt auch in den Unternehmen die Zahl der Beschäftigten, die zu pflegende Angehörige haben. Längst nicht alle Unternehmen sind sich der Tragweite dieser Entwicklung bewusst und sind in der Lage, ihre Beschäftigten in der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu unterstützen und so zum Erhalt der individuellen Gesundheit und Arbeitsfähigkeit und zur betrieblichen Arbeitskräftesicherung beizutragen. Tendenziell gilt dies für kleine Unternehmen, die unter hohem Druck arbeiten und auf wenig innerbetriebliche Personalmanagementressourcen zurückgreifen können.

Zielgruppe und Ziel/ Auftrag:

Das Vorhaben ist als Machbarkeitsstudie konzipiert, die Erkenntnisse darüber liefern soll, ob und wie das Format “epA-Mentorship” zwischen “Leuchtturm-Unternehmen” und kleinen Unternehmen, und hier speziell kleineren Handwerksbetrieben, gelingen kann. Das Verständnis von Gelingensfaktoren und Transferhemmnissen ist essentiell für die Entwicklung und den Rollout wirksamer Formate. Im Fokus ist hier die Gruppe der kleinen Handwerksbetriebe mit ihren Führungskräften und damit indirekt auch mit ihren Beschäftigten. Teil-Ziele sind Erkenntnisse über ihre Erschließbarkeit, ihre Sinnstrukturen und Handlungslogiken, ggf. auch Transferresistenz. Letztlich geht es auch um die Erkenntnis, ob und inwieweit ein “Bypass” zwischen Unternehmen mit unterschiedlichen Entwicklungsständen im Personalmanagement gelegt werden kann, durchlässig ist und wirkt.

Inhalt:

Methodisch bewegt sich das Vorhaben auf zwei Ebenen, nämlich die Beforschung der Machbarkeit und die Realisierung des epA-Mentorship-Formats. Auf der Forschungsebene werden Faktoren eines gelingenden Transfers und Transferhemmnisse identifiziert und das Mentorship-Format für das Thema “erwerbstätige pflegende Angehörige im Fokus partnerschaftlichen Wissenstransfers von Unternehmen zum Handwerk” bewertet. Zum Einsatz kommen Methoden der formativen Evaluation wie regelmäßige Feedbackrunden sowie systemisch-moderierte Ergebnissicherungen im epA-Mentorship-Format selbst. Ergänzt werden diese durch Einzelinterviews der beteiligten Teilnehmer*innen und Stakeholder sowie durch eine eng geführte Supervidierung der Projektdurchführenden durch Prof. Dr. Bonato. Auf der Ebene der operativen Durchführung werden mittels systemischer-partizipativer Methoden die bisherigen Erfahrungen der beteiligten Partner*innen zusammengetragen, ausgewertet und passende Lösungsstrategien praxisorientiert erarbeitet. Dabei wird ein patenschaftliches Verhältnis zwischen “Leuchtturm”-Unternehmen und kleineren Handwerksbetrieben gestiftet. Ergänzend werden zur Förderung des Dialogs zeitweise einzelne erwerbstätige pflegende Angehörige eingebunden und Trainingsimpulse z.B. zur Gesprächsführung, Stressminderung und Resilienz mit dem Ziel der der Erweiterung der Führungskompetenz im Umgang mit den epAs im eigenen Betrieb gesetzt.

Beteiligte:

HeurekaNet - Freies Institut für Bildung, Forschung und Innovation e.V. - http://www.heurekanet.de
FH Münster - Fachbereich Gesundheit: Prof. Dr. Macellus Bonato - https://www.fh-muenster.de/gesundheit/
Kreishandwerkerschaft Borken - https://www.kh-borken.de/
Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH (WFG)  - https://www.wfg-borken.de/
Unternehmensgruppe Pietsch - https://www.pietsch-gruppe.de/

Zeitraum:

04/2022 - 9/2022

Durchführungsort:

Deutschland

Förderung:

Innovative Hochschule

Ansprechpartner