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“Die fünfte Welle” - Ein multimediales Projekt für Jugendliche in Witten

Situations- und Problembeschreibung:

Kaum ein Ereignis ihres bisherigen Lebens hat die Welt der Jugendlichen derart auf den Kopf gestellt wie die Corona-Pandemie. Auch wenn sich viele Jugendliche inzwischen an Verhaltensweisen wie Maske-Tragen und „Social Distancing“ gewöhnt haben: Jedes dritte Kind hat laut einer Studie des Deutschen Jugendinstituts Schwierigkeiten, mit dieser Krise zurechtzukommen (https://bit.ly/30NCSea). 80% aller Befragten einer Studie der Universität Hildesheim geben an, ihre Kontakte maßgeblich einzuschränken. Die sozialen Begegnungen unter Peers – von dem Schulbesuch einmal abgesehen – gehören damit sehr viel weniger zur Normalität junger Menschen als dies vor der Coronavirus-Pandemie der fall war. Rund die Hälfte der Jugendlichen berichten in Studien davon, dass sich ihre psychische Gesundheit aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie verschlechtert habe: Sie fühlen sich einsam, demotiviert und antriebslos. Wenn sie ihre Situation beschreiben, erzählen viele davon, dass ihnen die Kontrolle über ihr Leben entgleitet (https://bit.ly/3HtA4pA) und https://bit.ly/3HxprC5). Zugleich haben laut einer Studie der Universität Hildesheim viele jungen Menschen den Eindruck, dass auch nach zwei Jahren seit Beginn der Pandemie die Erwachsenen allein entscheiden, wie sie in der Corona-Krise ihren Alltag zu gestalten haben. Sie haben das Gefühl, dass sie in den politischen Entscheidungen mit ihren Sorgen und Interessen kaum gesehen und gehört werden, schreiben die Forscher*innen. Sie kritisieren die Umsetzung der Hygienemaßnahmen, ihre fehlende Beteiligung an deren Konkretisierung sowie die im Vergleich viel geringere Bedeutung, die ihren übrigen Lebensbereichen und Aktivitäten beigemessen werden (https://bit.ly/3FOkLHH, und https://bit.ly/3znmOQB).

Zielgruppe und Ziel/ Auftrag:

Das Projekt „Die fünfte Welle" spricht Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren mit und ohne Migrationsgeschichte aus Hagen, Gevelsberg, Witten, Herdecke und Wetter an. Sie will das Projekt dabei unterstützen, die neue Lebensrealität in der Pandemie besser steuern zu können. Die Jugendlichen sollen im Projekt langfristige Handlungsoptionen erarbeiten, wie sie Wege der sicheren Begegnung finden, ihre Freizeit und soziale Beziehungen anders gestalten und sich gesellschaftlich weiter einbringen können. Das Projekt soll Jugendliche befähigen, die Bedeutung und Grenzen von Grundrechte und –freiheiten, das Abwägen in der Pandemie und deren Relevanz für das eigene Lebensumfeld besser zu verstehen. So können sie im Projekt ihre Forderungen nach Freiräumen und Freizeitmöglichkeiten an die Politik formulieren mit dem Ziel, dort „gehört“ und beteiligt zu werden.

Inhalt:

Das Projekt wird mit insgesamt sechs Bausteinen realisiert. Im Baustein 1 steht zunächst die aktuelle Lebenssituation der Jugendlichen unter dem Eindruck der Coronavirus-Pandemie im Fokus. Im Baustein 2 wird an die bisherigen Erfahrungen der Jugendlichen im Umgang mit der Pandemie angeknüpft mit dem Ziel, mittlerweile gewonnene Erkenntnisse zu teilen und zu vertiefen, wie der Pandemie zukünftig in ihrem Alltag begegnet werden kann. Baustein 3 ermöglicht eine Auseinandersetzung mit den Grundrechten auf dem Hintergrund der in der Coronavirus-Pandemie blühenden Verschwörungstheorien. Baustein 4 vertieft das Wertbewusstsein der Jugendlichen und hilft ihnen, Haltung in kritischen Alltagssituationen zu entwickeln. Baustein 5 stellt die Wünsche und Forderungen der Jugendlichen an die lokale Politik in persönlichen Gesprächen mit Lokalpolitiker*innen in den Mittelpunkt. Baustein 6 ermöglicht die Verarbeitung und Vertiefung in wöchentlich stattfindenden Schauspiel- und Musikworkshops und die Präsentation in einem Musiktheaterstück sowie in den sozialen Medien.

Beteiligte:

Kooperationspartner sind das Berufskolleg Witten und das Kommunale Integrationszentrum Witten.

Zeitraum:

15.05.2022 - 31.07.2023

Durchführungsort:

Witten

Förderung:

LWL-Landesjugendamt: Förderung gemäß Pos. 2.2 des Kinder- und Jugendförderplans 2022