Projekt „Bildung+digital?!“: Methodisch-didaktische Aspekte der Digitalisierung der Erwachsenenbildung

Methodisch-didaktische Aspekte der Digitalisierung der Erwachsenenbildung standen im Zentrum des länderübergreifenden Treffens der neun Projektpartnerorganisationen des Erasmus plus-Projekts „Bildung+digital?!“ am 8.und 9. Juni 2022 in Bozen (Italien). Nach der Vorstellung des KVW Bildung im Kontext des Katholischen Verbands der Werktätigen ging es dann auch schnell zur Sache: „Hands-on“ war das Motto, unter dem 28 pädagogische Mitarbeiter*innen aus acht europäischen Ländern in die Teilnehmer*innen-Rolle schlüpften und sich auf einer digitalen Lernplattform bewegen mussten.

Angeleitet wurden sie dabei von Matthias Baller, Kompetenzentwickler und eTraining/eLearning Experte, der eng mit dem KVW Bildung zusammenarbeitet. Er stellte seinen Flipped-Learning-Ansatz vor, der im „Digitalen Seminarhaus“ zur Anwendung kommt, und den grundlegenden didaktischen Ablauf. In Gruppenarbeit wurden dann an einem Fallbeispiel verschiedene Möglichkeiten der Verzahnung von synchronem und asynchronem Vorgehen erarbeitet. „Vielen Dank an den Referenten Matthias Baller und an die Kollegin Claudia Hackhofer vom KVW Bildung, die diesen sehr praktischen Zugang ermöglicht hat“, so der Projektkoordinator Marcus Flachmeyer, „das war eine sehr schöne Ergänzung zur Informationsweitergabe und zum Austausch am zweiten Tag unserer Tagung“.

Den Auftakt machte als nationaler Experte Martin Peer. Martin Peer ist stellvertretender Amtsdirektor des Amtes für Weiterbildung und u.a. zuständig für Projekte und Mitarbeiter*innenausbildung. Er führte zunächst in die Erwachsenenbildung in Südtirol ein und stellte dann eine aktuelle Untersuchung zu Digitalisierung und Weiterbildung in Südtirol aus dem Jahr 2022 vor. Es folgte dann der Austausch guter Praxis, inspiriert durch Impulse aller Projektpartnerorganisationen. Das Diskussionsspektrum reichte von der ethischen Didaktik, über verschiedene Moodle-Anwendungen bis zur Integration von Gamification. Mit Blick auf ältere Nutzer wurde die Frage nach einer „alterssensiblen“ Didaktik und Methodik auch im Zeitalter digitaler Bildung aufgeworfen. Erfahrungen mit der Anwendung der Digitalisierung der Bildung in Industrieunternehmen und mit der Fairshares Plattform rundeten den Austausch ab.

„Herzlichen Dank an die KVW Bildung, stellvertretend an Brigitte Abram und Claudia Hackhofer, und herzlichen Dank an alle Projektpartner*innen für die engagierte Beteiligung“, so rückblickend Marcus Flachmeyer.

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Blick auf Podium: Nijolė Vaičekauskė gibt einen Impuls für den Austausch. Foto: Marcus Flachmeyer