"Die Corona-Chroniken": Multimediales Projekt für Jugendliche mit begeisternder Aufführung erfolgreich abgeschlossen

„Unsere Jugendlichen haben heute Abend ganz toll auf der Bühne gezeigt, was sie sich im letzten Jahr erarbeitet haben,“, so Gandhi Chahine, künstlerischer Leiter des Projekts „Die Corona-Chroniken“. Auch das zumeist jugendliche Publikum, das trotz EM-Fußballfinale zahlreich im Kultopia in Hagen zusammengekommen war, zeigte sich begeistert angesichts der klugen und witzigen Szenen, mit denen die Jugendlichen das eigene Erleben und die Auseinandersetzung mit den corona-bedingten Restriktionen auf die Bühne brachten.

Neben dem Applaus war auch viel Erleichterung zu spüren. Zwar konnte das Projekt unter regulären Bedingungen im Sommer 2021 starten, doch schon wenig später schlug Corona unerbittlich zu. Nichtsdestotrotz konnten mit viel Engagement und Improvisationsvermögen alle die sieben Bausteine umgesetzt werden, zum Teil vor Ort, zum Teil Online. Gut, dass der Baustein 1 direkt die kritische Aneignung und Anwendung medialer und digitaler Kompetenzen zum Inhalt hatte. Im Baustein 2 standen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Alltag der Jugendlichen im Mittelpunkt. Im Baustein 3 lag der Fokus auf den Handlungsoptionen in Zeiten von Corona, wobei auch ein Gesundheitsexperte bei der Erarbeitung von Handlungsstrategien zu Rate gezogen werden konnte. Baustein 4 bot den Rahmen für eine Selbstvergewisserung der Grund- und Freiheitsrechte und eine kritische Auseinandersetzung mit den Verschwörungstheorien, die im Zuge der Corona-Pandemie zuhauf vor allem in den sozialen Medien verbreitet wurden. Baustein 5 bot die Möglichkeit, am eigenen Werte-Bewusstsein zu arbeiten, sich mit Ausgrenzungs- und Diskriminierungsprozessen auseinanderzusetzen und Haltung zu zeigen. Baustein 6 war auf die die Teilhabe ausgerichtet und unterstützte Jugendliche dabei, angesichts der Pandemie ihre Wünsche und Forderungen an die lokale Politik zu formulieren. Der letzte Baustein, Baustein 7, gab den Jugendlichen in wöchentlich stattfindenden Schauspiel- und Musikworkshops ohne Vorgabe eines festgelegten Drehbuchs und unter Anleitung eines erfahrenen Regisseurs und eines erfahrenen Musikers die Möglichkeit, eigene Theaterszenen zu erarbeiten und Musiktitel zu schreiben und zu produzieren.

„Vielen Dank an die Leiter des Projekts, Dirk Schubert und Gandhi Chahine. Ich konnte in Gesprächen mit Jugendlichen erfahren, wie wichtig das Projekt für die Jugendlichen in diesen schwierigen Zeiten war. Gut gemacht, danke!“ so Marcus Flachmeyer, Vorstand von Heurekanet. Achim Diekmann, der das Projekt im Auftrag des Projektträgers evaluiert, konnte diesen Eindruck bestätigen. „Natürlich waren die Lerninhalte des Projekts wichtig, im Erleben der Jugendlichen schien in der Zeit des "social distancings" aber etwas anderes viel wichtiger gewesen zu sein: die Begegnung miteinander.“

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Szene zu "Fake News" und "Corona-Verschwörungstheorien". Foto: Marcus Flachmeyer