16.07.2013 - Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander. Engagiert im sozialen Ehrenamt“ bei Unternehmen kaum bekannt?

Engagementnachweis NRW : Präsentation von Marcus Flachmeyer und Andreas Schulte Hemming
Engagementnachweis NRW : Präsentation von Marcus Flachmeyer und Andreas Schulte Hemming

Auf Einladung des MFKJKS des Landes Nordrhein-Westfalen referierten und diskutierten Marcus Flachmeyer und Andreas Schulte Hemming in der Arbeitsgruppe „Engagementnachweis NRW" am 16. Juli 2013 in Düsseldorf darüber, ob und wie der Engamentnachweis NRW in Unternehmen wahrgenommen wird. Nachweise wie der Engagementnachweis NRW „Füreinander. Miteinander. Engagiert im sozialen Ehrenamt" sind mittlerweile im ganzen deutschsprachigen Raum verbreitet. Sie haben explizit zwei Funktionen: Würdigung sowie Dokumentation des Engagements. Insbesondere mit der Dokumentation und damit Sichtbarmachung der Tätigkeit schließen sie an die Motivlagen vor allem jüngerer Freiwilliger an und wollen so - das zeigen die verschiedenen Internetpräsenzen der Nachweise - eine Brücke zwischen bürgerschaftlichem Engagement und beruflicher Tätigkeit schlagen.

Ob dies auch tatsächlich gelingt, wird durch zwei explorative Untersuchungen von HeurekaNet aber zumindest in Frage gestellt. Zwar kann als belegt gelten, dass Corporate Citizenship, Corporate Social Responsibility und Corporate Volunteering als aktive gesellschaftsbezogene Haltung und Strategie von Unternehmen in 80 - 95% der Unternehmen gut verankert sind. Weiterhin trifft offensichtlich auch die Aussage, dass im bürgerschaftlichen Engagement (BE) für den Beruf nützliche Erfahrungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten erworben werden können, auf breite Zustimmung bei Personalverantwortlichen. Es ist aber derzeit nicht erkennbar, dass in diesem Zusammenhang einem Engamentnachweis wie dem Engamentnachweis NRW von Personalverantwortlichen eine Bedeutung beigemessen würde.

In zwei explorativen Studien in Münster (Flachmeyer & Becker, 2006; Flachmeyer & Schüller, 2010) konnte die naheliegende Vermutung, dass ein schriftlicher Nachweis über freiwillig geleistete Arbeiten inklusive der dabei erworbenen speziellen Fähigkeiten die Chancen für die Personaleinstellung eher verbessern würde, so nicht erhärtet werden - im Gegenteil. So bekunden nur ein Drittel der befragten Unternehmen überhaupt einen Bedarf an Nachweisen für BE, auch diejenigen Unternehmen, die Bewerbungen mit BE bevorzugen, verlassen sich offensichtlich eher auf die Angaben der Bewerber/-innen und ihre eigene Einschätzungen zur Lernhaltigkeit des BE. Und: Der Engagementnachweis NRW scheint in Unternehmen kaum bekannt zu sein. Wo er bekannt ist, sind die Befragten selbst im BE involviert, haben ihre Kenntnis also vermutlich nicht über die Wirtschaftsverbände erlangt, sondern über die Verbände des BE.

Die Ergebnisse und Einschätzungen trafen auf großes Interesse der Arbeitsgruppe mit Vertreter/-innen des MFKJKS, aus Wohlfahrtspflege und Wirtschaft. Es herrschte die Übereinstimmung, dass das derzeitige Wissen über Verbreitung und Wirkung des Engagementnachweis NRW einen stark schlaglichtartigen Charakter hat und vielerlei Lücken aufweist. Die Ergebnisse der beiden explorativen Untersuchungen werfen in diesem Zusammenhang allerdings einige sehr spannende Fragen auf.

 

Präsentation 16.7.2013 in Düsseldorf

 

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